nGramme

Aus dem kompletten Messencorpus wurden über ein Python-Skript mehrmals auftretende Intervallfolgen gesammelt, sogenannte „nGramme“. Die Idee der nGramme wird in der Literaturwissenschaft als Technik im sogenannten „Distant reading“ verwendet, um zum Beispiel sprachliche und stilistische Eigenheiten riesiger Textmengen zu analysieren. nGramme für musikalische Zwecke zu verwenden ist ebenfalls nicht ganz neu. Vladimir Viro von der LMU München hat beispielsweise auf Grundlage der Daten der Petrucci Library (das sind ungefähr 1,6 Millionen Notenseiten) eine Suchmaschine für Tonfolgen programmiert. Diese zeigt das Vorkommen der Tonfolgen in den Partituren auf einer Zeitachse. Die hier generierten Tonfolgen könnten bestimmte Charakteristika der Musik Mozarts sichtbar machen oder zumindest einen einfacheren Überblick über zentrale Themen und Motive ermöglichen. Im Falle von Fugenthemen lässt sich das besonders gut zeigen, da sie in einer bestimmten Regelmäßigkeit auftreten.

Um die generierten nGrammdaten zu visualisieren, habe ich einen Viewer entwickelt, der auf Basis von Vexflow und Datatables einen leichten Zugang bietet. Um uneingeschränkten Zugang zu bekommen, sollte ein aktueller Browser installiert sein (getestet mit Firefox und Chrome). Die Daten sind online als HTML-Tabelle gespeichert. Dateien in JSON wird es bald auf Github geben. Weiter zum nGram Viewer